Osteopathie im Kiez → Philosophie

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Medizin, Hinweis die vorwiegend der Diagnose von Funktionsstörungen und deren Behandlung dienen will.

Diagnose und Therapie werden angestrebt mit spezifischen osteopathischen Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden. Hinter dieser Definition verbirgt sich ein ausführlicher, medizinischer Gedanke, denn die osteopathische Medizin ist eine Kunst innerhalb der Heilkunde, die mit eigenem Konzept und besonderen Prinzipien auf Diagnose und Therapie zielt.

Drei Pfeiler

Die osteopathische Medizin baut auf drei Pfeilern auf:

  • Die Einheit des menschlichen Körpers
  • Die wechselseitige Abhängigkeit von Struktur und Funktion
  • Die selbstheilenden und selbstregulierenden Kräfte im Körper

Das Prinzip der Osteopathie: Leben ist Bewegung

Die Funktion einer Struktur zeigt sich als Bewegung. Der Osteopath strebt danach, mit seinen Händen unterschiedlichste Formen der Bewegung zu ertasten (palpieren). Ist die Funktion einer Struktur gestört, so kann auch deren Bewegung eingeschränkt sein. Der Osteopath versucht, Funktionsstörungen anhand von Bewegungseinschränkungen zu erkennen. Der Osteopath zielt darauf, mittels seiner manuellen Techniken die Bewegung wiederherzustellen. Gelingt es, dass sich die Struktur wieder frei bewegt, so kann sie möglicherweise auch wieder einwandfrei funktionieren.

Unter Beibehaltung des ursprünglichen Konzeptes hat sich die Osteopathie ständig weiterentwickelt. Die Ausübung osteopathischer Medizin ist dadurch zu einem selbständigen Beruf geworden, der eine mehrjährige, ganzheitliche Ausbildung erfordert. Selbstverständlich arbeitet der Osteopath mit Ärzten und Therapeuten zusammen.

Geschichte der Osteopathie

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Andrew Taylor Still
Photo: Wikipedia

Begründet wurde die Osteopathie von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828–1917). Er entwickelte eine andere Sicht von Krankheit und Störungen des Organismus vom Menschen.

Dabei bilden Muskeln, Faszien und Skelett ein System, das als Stützgewebe mit allen anderen Systemen des Körpers in Verbindung steht.

1892 gründetet er in Kirksville „The American School of Osteopathy“. Seine Denkweise und Techniken wurden später von seinen Schülern, W.G. Sutherland und J.M. Littlejohn, übernommen und weiterentwickelt.
1917 erreichte die Osteopathie England und in den fünfziger Jahren den europäischen Kontinent. Seit Beginn der Neunziger Jahre hat die Osteopathie auch in Deutschland Fuß gefasst.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass mit den Informationen auf dieser Website, insbesondere in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nur für einige Anwendungsgebiete der Osteopathie gibt es evidenzbasierte wissenschaftliche Nachweise für die Wirksamkeit der Osteopathie. nach oben ⇑

Aktualisiert: August 2012 © Wiebke Heinemann